Dutzende Tiere mussten sterben. Und alles begann hinter verschlossenen Türen.
Manchmal braucht es keinen grossen Skandal. Es reicht ein Blick hinter eine verschlossene Tür.
Im Bezirk Kulm haben Polizei und Veterinärdienst einen Fall entdeckt, der betroffen macht. In einem Schopf wurden 75 Hühner, mehrere Ziervögel, Katzen und ein Hund unter katastrophalen Bedingungen gehalten. Viele Tiere waren bereits tot. 59 Hühner mussten wegen ihres Zustands eingeschläfert werden. Die Tiere hatten teilweise weder ausreichend Licht noch Wasser. Das Futter war verschimmelt und zwischen den lebenden Tieren lagen zahlreiche Kadaver.
Besonders bemerkenswert ist, wie dieser Fall überhaupt ans Licht kam: Nicht durch eine Kontrolle, sondern durch einen Hinweis aus der Bevölkerung. Erst danach griffen Polizei, Veterinärdienst, Tierrettungsdienst und eine Tierärztin ein. Gegen den Tierhalter wurden ein Tierhalteverbot sowie eine Strafanzeige angekündigt.
Solche Fälle sind zum Glück nicht die Regel. Aber sie erinnern uns daran, dass Tierwohl nicht selbstverständlich ist. Hinter jedem Tier steckt ein Lebewesen, das auf unsere Verantwortung angewiesen ist. Wegschauen hilft niemandem.
Wenn du den Verdacht hast, dass Tiere vernachlässigt oder schlecht gehalten werden, melde deine Beobachtungen den zuständigen Behörden. Ein einziger Hinweis kann entscheidend sein – so wie in diesem Fall.
Denn echter Tierschutz beginnt oft genau dort, wo jemand nicht einfach weitergeht.
Wenn von veganen Innovationen gesprochen wird, denken viele zuerst an Hafermilch, Fleischalternativen oder pflanzliche Burger. Doch im Aargau arbeitet ein Unternehmen an einer ganz anderen Lösung.
Das Brügger Foodtech-Unternehmen Yeastup entwickelt aus überschüssiger Bierhefe hochwertige vegane Proteine und Ballaststoffe. Was früher meist als Tierfutter endete, soll künftig als nachhaltige Zutat für Lebensmittel dienen.
Vom Brauerei-Nebenprodukt zum Lebensmittel
Bei der Bierherstellung fallen täglich grosse Mengen Bierhefe an. Diese enthält wertvolle Proteine und Ballaststoffe. Yeastup hat ein Verfahren entwickelt, um diese Inhaltsstoffe schonend zu gewinnen und für die Lebensmittelindustrie nutzbar zu machen. Dabei entstehen die Produktlinien «Yeastin®» und «UpFiber®».
Besonders interessant: Die Proteine werden nicht eigens produziert, sondern aus einem bereits vorhandenen Nebenprodukt gewonnen. Dadurch werden Ressourcen geschont und Lebensmittelabfälle reduziert. Das Prinzip nennt sich «Upcycling».
Vegane Alternative zu Ei und tierischem Protein
Die von Yeastup entwickelten Proteine können in zahlreichen veganen Produkten eingesetzt werden.
Laut dem Unternehmen eignen sie sich unter anderem für:
vegane Proteinriegel
pflanzliche Fleischalternativen
Backwaren
vegane Aufstriche
funktionelle Lebensmittel
Sporternährung
Besonders spannend ist die Möglichkeit, Eier in Rezepturen zu ersetzen. Die Proteine übernehmen ähnliche Funktionen wie Eiweiss und sorgen für Bindung, Stabilität und Textur.
Nachhaltiger als viele andere Proteinquellen
Besonders bemerkenswert sind die ökologischen Vorteile.
Eine gemeinsam mit der FHNW durchgeführte Ökobilanz zeigte, dass ein Burger auf Basis der Yeastup-Proteine einen deutlich kleineren ökologischen Fussabdruck aufweist als vergleichbare Burger aus Rindfleisch oder Erbsenprotein. Je nach Bewertungsmethode konnte die Umweltbelastung um bis zu 74 bis 81 Prozent reduziert werden.
Da weder zusätzliche Landwirtschaftsflächen noch Bewässerung notwendig sind, gilt die Technologie als vielversprechender Ansatz für eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion.
Innovation aus dem Aargau
Mit seinem Sitz in Brugg zeigt Yeastup, dass Innovationen für eine nachhaltigere und tierfreundlichere Ernährung nicht nur aus dem Ausland kommen müssen.
Auch wenn die Produkte aktuell noch vor allem als Zutaten für andere Hersteller dienen, könnte die Technologie in den kommenden Jahren dazu beitragen, neue vegane Lebensmittel mit weniger Ressourcenverbrauch und geringerem Tierleid zu ermöglichen.
Vielleicht steckt schon bald ein Stück Aargauer Innovation in deinem nächsten veganen Proteinriegel oder Burger.
Die Berner Firma Outlawz Food, bekannt für ihre veganen Fleischalternativen wie die vegane YB-Wurst, Seitan-Döner, pflanzliche Salami und Speckprodukte, steht vor einer geordneten Liquidation. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet und gehörte zu den Pionieren der Schweizer Veganbranche.
Als Hauptgründe für die schwierige Situation nennt das Unternehmen den Verlust wichtiger Vertriebspartner. Insbesondere das Ende der Zusammenarbeit mit Lidl sowie der Verlust von Regalplätzen bei Coop führten zu erheblichen Umsatzeinbussen. Gleichzeitig hat sich das Wachstum im Markt für pflanzliche Fleischalternativen zuletzt verlangsamt, während der Konkurrenzdruck weiter zunahm.
Trotz der geplanten Liquidation gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: Für die rund 15 Mitarbeitenden laufen Gespräche mit einem regionalen Lebensmittelhersteller, der Teile der Produktion und einzelne Produkte übernehmen könnte. Ob bekannte Produkte von Outlawz Food künftig weitergeführt werden, ist derzeit noch offen.
Der mögliche Abschied von Outlawz Food zeigt einmal mehr, wie herausfordernd der Markt für innovative vegane Produkte sein kann – selbst für etablierte und beliebte Schweizer Marken. Für die vegane Bewegung in der Schweiz wäre das Verschwinden eines solchen Pionierunternehmens ein spürbarer Verlust.
Im Januar 2023 wurde die erste Version der Webseite veganimaargau.ch offiziell freigeschaltet. Nach über drei Jahren war es an der Zeit, die Seite komplett zu überarbeiten und mit neuen Features zu bestücken.
Folgende Neuerungen wurden vorgenommen:
Komplett neues Design und Bilder
Einführung Verzeichnis Aargau, in dem Unternehmen und Diestleistungen aufgelistet werden, welche vegane Produkte oder Dienstleistungen anbieten oder sich für das Tierwohl einsetzen.
Neu ist es möglich sein Unternehmen promoten zu lassen. Die Einnahmen gehen an Projekte und Lebenshöfe im Aargau
Wir sind auch offen für neue Ideen und Vorschläge, wie wir unsere Webseite noch aktraktiver machen können. Trete mit uns in Kontakt und wir schauen uns das gemeinsam an.
Das bekannte Vegano in Wohlen AG, musste leider die Tore für immer schliessen. Gemäss Medienberichten scheint der Horror Crash vom September 2023, eine wichtige Rolle gespielt zu haben. Mehr wissen wir leider auch noch nicht. Ob es ein weiteres Vegano geben wird, ist noch unklar. Gemäss Aussagen von Turac Aslan, muss er dies erst verarbeiten und neue Kraft schöpfen.
Vegan im Aargau bedauert diese Schliessung sehr und hoffen bald eine Wiedereröffnung an einem anderen Standort zu vermelden. Wir wünschen Tirac alles Gute.