Tierquälerei im Aargau – Aargauer Behörden müssen einschreiten

Dutzende Tiere mussten sterben. Und alles begann hinter verschlossenen Türen.

Manchmal braucht es keinen grossen Skandal. Es reicht ein Blick hinter eine verschlossene Tür.

Im Bezirk Kulm haben Polizei und Veterinärdienst einen Fall entdeckt, der betroffen macht. In einem Schopf wurden 75 Hühner, mehrere Ziervögel, Katzen und ein Hund unter katastrophalen Bedingungen gehalten. Viele Tiere waren bereits tot. 59 Hühner mussten wegen ihres Zustands eingeschläfert werden. Die Tiere hatten teilweise weder ausreichend Licht noch Wasser. Das Futter war verschimmelt und zwischen den lebenden Tieren lagen zahlreiche Kadaver.

Besonders bemerkenswert ist, wie dieser Fall überhaupt ans Licht kam: Nicht durch eine Kontrolle, sondern durch einen Hinweis aus der Bevölkerung. Erst danach griffen Polizei, Veterinärdienst, Tierrettungsdienst und eine Tierärztin ein. Gegen den Tierhalter wurden ein Tierhalteverbot sowie eine Strafanzeige angekündigt.

Solche Fälle sind zum Glück nicht die Regel. Aber sie erinnern uns daran, dass Tierwohl nicht selbstverständlich ist. Hinter jedem Tier steckt ein Lebewesen, das auf unsere Verantwortung angewiesen ist. Wegschauen hilft niemandem.

Wenn du den Verdacht hast, dass Tiere vernachlässigt oder schlecht gehalten werden, melde deine Beobachtungen den zuständigen Behörden. Ein einziger Hinweis kann entscheidend sein – so wie in diesem Fall.

Denn echter Tierschutz beginnt oft genau dort, wo jemand nicht einfach weitergeht.

Zum Artikel:

https://www.watson.ch/schweiz/tier/712038586-tierquaelerei-im-aargau-veterinaeramt-muss-huehner-einschlaefern